Sonntag, 11. Januar 2009
Ehrenwerte Gesellschaft Teil 1 - Anspruch und Wirklichkeit
tfg2009, 21:48h
Anlass: die als "redaktioneller Beitrag" getarnte Werbung für Schwarzekarte.de auf Spiegel online.
http://www.spiegel.de/video/video-45713.html
Schlimm genug, dass SPON solchem Dummfug durch Veröffentlichung des Videos noch Vorschub leistet. Noch nicht einmal die so offensichtliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit haben die "Redakteure" (wird wohl eher der 9-Monate-Dauerpraktikant reingeklatscht haben) zurückschrecken lassen.
Die Bilder sind Hohn und Spott angesichts des von Veranstalterin Julia Schneider (als Berufsblondine standesgemäß mit Perlohrsteckern und Pferdeschwänzchen) im Video formulierten Anspruchs an die eigene Klientel.
Diese wird prototypisch als 25 Jahre alter Student (!) charakterisiert, der "super viel" verreist (süß, diese Teeniesprache) und daher das Label "Kosmopolit" verdient. Das restliche nichtssagende Geblubber erspare ich mir an dieser Stelle.
Die dann folgenden Bilder einer Party, auf denen ganz offensichtlich junge, garantiert noch keine 20 Lenze zählende Milchgesichter zu sehen sind, zeigen, wie stark doch Anspruch und Wirklichkeit auseinander klaffen: alles nur Marketing-Sprech!
Wie dämlich die eigene Kundschaft ist, zeigt der Kommentar einer der drei jungen Damen, die beim Shoppen begleitet werden und die "exklusiv" (in Bezug auf die Veranstaltung) mit "Abendgaderobe" verwechselt. Dann ist ja jeder Theater- und Opernbesuch eine exklusive Veranstaltung.
Passend auch der völlig widersprüchliche Kommentar aus dem Off: "ein exklusives Netzwerk für junge Besserverdiener".
Seit wann sind Studenten Besserverdiener?
http://www.spiegel.de/video/video-45713.html
Schlimm genug, dass SPON solchem Dummfug durch Veröffentlichung des Videos noch Vorschub leistet. Noch nicht einmal die so offensichtliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit haben die "Redakteure" (wird wohl eher der 9-Monate-Dauerpraktikant reingeklatscht haben) zurückschrecken lassen.
Die Bilder sind Hohn und Spott angesichts des von Veranstalterin Julia Schneider (als Berufsblondine standesgemäß mit Perlohrsteckern und Pferdeschwänzchen) im Video formulierten Anspruchs an die eigene Klientel.
Diese wird prototypisch als 25 Jahre alter Student (!) charakterisiert, der "super viel" verreist (süß, diese Teeniesprache) und daher das Label "Kosmopolit" verdient. Das restliche nichtssagende Geblubber erspare ich mir an dieser Stelle.
Die dann folgenden Bilder einer Party, auf denen ganz offensichtlich junge, garantiert noch keine 20 Lenze zählende Milchgesichter zu sehen sind, zeigen, wie stark doch Anspruch und Wirklichkeit auseinander klaffen: alles nur Marketing-Sprech!
Wie dämlich die eigene Kundschaft ist, zeigt der Kommentar einer der drei jungen Damen, die beim Shoppen begleitet werden und die "exklusiv" (in Bezug auf die Veranstaltung) mit "Abendgaderobe" verwechselt. Dann ist ja jeder Theater- und Opernbesuch eine exklusive Veranstaltung.
Passend auch der völlig widersprüchliche Kommentar aus dem Off: "ein exklusives Netzwerk für junge Besserverdiener".
Seit wann sind Studenten Besserverdiener?
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